die musik ist leise, so leise
als hätte der einfallende wind sie selbst geschrieben
nach warmen tagen, jetzt der regen
der wind zieht durch die geöffneten fenster
vertreibt die hitze des tages mit anschwellender kraft
dann die ruhe in schwarz gehüllt
das geräusch erster tropfen auf fensterbänken
die dunkelheit bricht ihr schweigen
ihre tränen für die schönheit dieser welt
wasserfontänen schießen aus dachrohren
stürzen sich in die tiefen der erde
verschwinden und der geruch des sommers kehrt zurück
ihr süßer schmerz ist leise, so leise
graublau spiegelt sich in großen pfützen
verlorenes öl legt seinen regenbogen auf kleine wellen
bevor meine füße unbedacht hineinfallen
ein kalter schauer unter dem nassen hemd
ein unbestimmtes gefühl wie eine lange suche
der tag streift seine feuchten kleider ab
bettet sich zum morgenstern
„willst du die nacht um mich legen?“
die wege und straßen sind leer
nur der sanfte wind schlendert durch sie hindurch
die musik ist leise, so leise …